Künstlerbedarf, Fragen & Antworten ... Ölfarbe

1.       Wie wird Ölfarbe hergestellt?

Pigment wird in einem Träger aus Leinöl (von der Flachspflanze) und manchmal auch Safloröl (das heller ist und langsamer trocknet) angerieben. Die Farben werden allerdings nicht mehr von Hand mit einem Stein oder einem Glasläufer angerieben. Die hochwertigste Farbe erhält man heute durch eine Vielzahl  verschiedener Mahlmethoden. Wie viele Durchgänge durch die Dreiwalzenmühle erforderlich sind, wie viel Öl verwendet wird, hängt stets von den unterschiedlichen Merkmalen jedes einzelnen Pigments ab.  Die Farben müssen nach dem Anreiben  erst einmal Wochen oder Monate stehen, damit sich das überschüssige Öl absetzen kann.  Es ist auch möglich selbst angeriebene Ölfarbe mit Leinölfirnis anzureiben, die so entstandene Farbe trocknet schneller als mit Leinöl angeriebene Farben. Nötig ist also nur Pigment  und Öl. Die Farbfirmen setzen allerding oft Hilfsmittel (Lichtechtheit wird z.B. erhöht) ein um ein besseres und sichereres  Arbeiten mit Ölfarben zu gewährleisten. Leichte Rohstoffunterschiede bewirken schon eine Veränderung der Farbe, es erfordert deshalb große Erfahrung, um eine immer gleiche Qualität zu erzeugen.

 

2.        Seit wann gibt es Ölfarbe?

 

Ölfarben sind schon sehr alt, sie werden seit dem vierzehnten Jahrhundert eingesetzt. Davor gab es die Eitempera. Traditionelle Ölfarbe wird heute fast noch genau wie vor 500 Jahren hergestellt.

 

3.       Wie lange braucht Ölfarbe um zu trocknen?

 

Die unterschiedlichen Trocknungszeiten der verschiedenen Farbtöne hängt mit der Reaktion des jeweiligen Pigments beim Vermischen mit Öl zusammen und der Schichtdicke der aufgetragenen Ölfarbe. Ölfarben trocknen langsam durch Oxidation mit Sauerstoff aus der Luft auf. Sie sollten während dieser Zeit das Bild möglichst hell (also nicht mit der gemalten Seite zur Wand gedreht) trocknen lassen, sie erhalten später dann schneller ihre Helligkeit zurück als Bilder die im Dunklen trockneten. Die oberen Schichten trocken schneller als tieferliegende Schichten (bitte beachten).  Als Faustregel gilt:  8-12 Monate braucht ein Bild um wirklich durchgetrocknet zu sein.

 

4.        Wann können Ölbilder gefirnisst werden?

 

Ölbilder sollten mindestens 8-10 Monate alt sein, bevor sie gefirnisst werden.  Ist die Schichtdicke sehr groß, sollten Sie noch länger warten.

 

5.        Welche Ölfirnisse gibt es?

 

Firnisse für Ölfarben gibt es zum streichen oder sprühen. Sie sind in matt, seidenglänzend oder in glänzend erhältlich.  Es gibt Universalfirnisse (für Öl- und Acrylfarben) und Firnisse nur für Ölfarben z.B. Dammarfirnis. Alle Firmen die Künstlerfarbe herstellen, produzieren auch passende Firnisse. Unterschiede sind z.B. die verwendeten Harze (also die Stoffe die fest werden und nach Verdunstung als Film auf dem Bild liegen) und im Lösemittel, schneller – oder langsamer trocknend.

 

6.        Warum gibt es so große Preisunterschiede bei den Ölfarben?

 

Wie bei allen Künstlerfarben wird der Preis von den verwendeten Pigmenten und dem Öl bestimmt. Auch der Arbeitsaufwand ist sehr unterschiedlich.  Die feinen Qualitäten  werden feiner, d.h. öfter angerieben, ruhen länger. Studienqualitäten durchlaufen nur die nötigen Walzendurchgänge, die Ruhezeiten sind kürzer, es werden keine teuren Pigmente verwendet, Füllstoffe werden eingesetzt.

 

     7.       Womit verdünne ich Ölfarbe?

 

Ölfarben können mit Lösemittel verdünnt werden, Balsamterpentinöl oder andere im Handel angebotene Lösemittel wie z.B. das geruchlose Shellsol T. Am besten sind Malmittel, sie magern die Farbe nicht so stark wie reines Lösemittel. Für die unterschiedlichen  Bedürfnisse gibt es schnelltrocknende, langsam trocknende  und trocknungsneutrale Malmittel. Das bedeutet, man kann die natürliche Zeit, die die Ölfarbe zum trocknen braucht, verändern. Langsame Trocknung liegt in der Natur der Ölfarbe und ist für diese sicher am besten. Die meisten Verwender bevorzugen aber schnelltrocknende Malmittel. Sie können sich Malmittel selbst herstellen.

 
    8.        Gibt es Ölfarben die mit Wasser verdünnt werden können?
 
Ja, die gibt es sogar schon lange. Seit einigen Jahren bieten aber immer mehr Firmen diese Variante an und durch diese Vielfalt wird die wasserverdünnbare Ölfarbe  immer bekannter und beliebter.
 

 

    9.        Wie funktioniert wasserverdünnbare Ölfarbe?

 

In groben Zügen erklärt: Die wasserverdünnbare Ölfarbe ist eigentlich normale Ölfarbe, nur das Öl wurde modifiziert, d.h. die Ölmoleküle wurden aufgebrochen so das man leicht oder leichter (das unterscheidet manche Marken untereinander) Wasser oder Malmittel für wasserverdünnbare Ölfarbe, unterrühren kann. Man braucht also keine Lösungsmittel zum malen, besonders wichtig für Allergiker oder Personen die zu Hause arbeiten und Kinder im Haushalt haben. Diese behandelten ölfarben könne auch mit normalen Ölfarben vermischt werden, sie sind dann nur nicht mehr wasserverdünnbar.  Gefirnisst werden wasserverdünnbare Ölfarben mit ganz normalen Ölfarben Firnissen.

 
 
ÜBER MUSSINI ÖLFARBE VON SCHMINCKE
MUSSINI®, feinste Künstler-Harz-Ölfarben von Schmincke, sind einzigartige, besonders aufwendig hergestellte Künstlerfarben für höchste Ansprüche. Sie enthalten selbstverständlich nur die besten traditionellen sowie einige herausragende neu entwickelte Künstlerpigmente in jeweils höchstmöglicher Konzentration und Reinform. Dies ermöglicht Künstlerfarben von höchster Brillanz und Reinheit, die sich auch besser mischen lassen als aus begrenzter Pigmentauswahl vorgemischte Farbtöne. 
Im Hause Schmincke sind über 250 verschiedene Künstlerpigmente im Einsatz, fast 100 davon sind in der MUSSINI               ®                enthalten. Die alten Meister vergangener Jahrhunderte mußten sich mit einer sehr begrenzten Palette guter Pigmente begnügen. Einige der vielen heute neu entwickelten Künstlerpigmente, wie z. B. Bismutvanadat, Spinell- Pigmente, Rutil-Pigmente, Diketo-Pyrrolo-Pyrol und Perylen wären von alten Meistern begeistert aufgenommen worden. Sie bereichern heute die professionelle Palette des Künstlers um besonders lichtbeständige Nuancen.
Die besonders umfassende Palette an Lasurpigmenten und deren feinste Verarbeitung sowie die darauf speziell abgestimmten Rezepturen ermöglichen mit MUSSINI                ®                 feine Lasurmalerei mit hoher Brillanz, Leuchtkraft und Tiefenlicht.
MUSSINI               ®                - weltweit einzigartig!
Die Einzigartigkeit dieser professionellen feinsten Künstlerfarben beruht insbesondere auf der Beibehaltung der sich bis heute  bewährenden Grunderkenntnis alter Meister, ausgewähltes Maleröl mit Naturharz zu kombinieren. Meister des späten Mittelalters setzten bereits aus Europa stammende Harze wie Mastix von der griechischen Insel Chios und Kopal ein.
Auch in der byzantinischen Malkunst der ersten Jahrhunderte nach Christus wurden bereits Naturharze zur Erhöhung der Farbbrillanz und Tiefenwirkung verwendet. In der langen Geschichte der Entwicklung der Ölmaltechnik wurde eine Vielzahl sehr spezieller Bindemittelrezepturen erprobt, die für MUSSINI               ®                genutzt werden konnten.
Aufbauend auf langjähriger farbwissenschaftlicher Erfahrung setzt Schmincke nach wie vor eine differenzierte Vielzahl an Malerölen ein und kombiniert diese mit dem bestgeeigneten, aus Palembang, Indonesien, stammenden Dammar-Naturharz.
Der Zusatz an kolloidal gelöstem Dammarharz richtet sich nach dem Ölbedarf des jeweiligen Pigmentes. Unterschiedliche Varianten von aufwendig gereinigtem Leinöl dominieren auch bei den MUSSINI               ®                Künstler-HarzÖlfarben.
Andere Maleröle wie Saffloröl, Mohnöl und Sonnenblumenöl besitzen jedoch maltechnische Eigenschaften, die - gekonnt optimiert - die einzelnen Rezepturen weiter verbessern. Hinzu kommen, wenn auch auf ein Minimum reduziert und individuell dosiert, sogenannte Hilfsmittel und Additive. Sie sorgen für die maltechnisch notwendige Konsistenz, Feinheit und einen harmonischen Trocknungsverlauf der Ölfarben.
Eine gute Künstlerölfarbe besteht eben nicht nur aus Pigment und einem Leinöl.
Ziel der Schmincke-Forschung ist immer, die individuell unterschiedlich wirkenden Künstlerpigmente voll zur brillanten Wirkung kommen zu lassen und gleichzeitig ein maltechnisch harmonisches Gesamtsortiment zu erhalten. Dieses bietet dem Künstler jede Freiheit in der problemlosen Kombination und Mischung der von ihm bevorzugten Künstlerfarben.
Was unterscheidet die einzigartigen Naturharz-Ölfarben MUSSINI               ®                von den besten "reinen" (harzlosen) feinsten Künstlerfarben wie NORMA                ®                 Professional oder anderen vergleichbaren feinsten Künstlerölfarben.
 
MUSSINI               ®                trocknet gleichmäßiger auch von innen heraus durch den sich weitgehend kompensierenden, chemischen und physikalischen Trocknungsprozeß: Der Volumenzuwachs des chemisch zunächst an der Oberfläche durch Sauerstoffzufuhr ablaufenden Trocknungsprozesses wird weitgehend durch den von innen heraus verdunstenden Lösemittelanteil der Dammarlösung kompensiert.
Durch die mikroskopischen Verdunstungsporen gelangt Sauerstoff besser in die Tiefenschichten und sorgt so für gleichmäßigere Tiefen- und Oberflächentrocknung. Dies wiederum verringert die Gefahr von Runzelbildung und Oberflächenspannungen während des Trocknungsprozesses. Die in den kolloidalen Lösungen feinst eingearbeiteten Dammaranteile werden von den trocknenden Malerölen umschlossen und erhöhen die Brillanz der Farbschichten.
 

1.        Wie wird Ölfarbe hergestellt?

Pigment wird in einem Träger aus Leinöl (von der Flachspflanze) und manchmal auch Safloröl (das heller ist und langsamer trocknet) angerieben. Die Farben werden allerdings nicht mehr von Hand mit einem Stein oder einem Glasläufer angerieben. Die hochwertigste Farbe erhält man heute durch eine Vielzahl  verschiedener Mahlmethoden. Wie viele Durchgänge durch die Dreiwalzenmühle erforderlich sind, wie viel Öl verwendet wird, hängt stets von den unterschiedlichen Merkmalen jedes einzelnen Pigments ab.  Die Farben müssen nach dem Anreiben  erst mal Wochen oder Monate stehen, damit sich das überschüssige Öl absetzen kann.  Es ist auch möglich selbst angeriebene Ölfarbe mit Leinölfirnis anzureiben, die so entstandene Farbe trocknet schneller als mit Leinöl angeriebene Farben. Nötig ist also nur Pigment  und Öl. Die Farbfirmen setzen allerding oft Hilfsmittel (Lichtecht wird z.B. erhöht)ein um ein besseres und sichereres  Arbeiten mit Ölfarben zu gewährleisten.  Leichte Rohstoffunterschiede  bewirken  schon eine Veränderung  der Farbe, es erfordert deshalb große Erfahrung um eine immer gleiche Qualität zu erzeugen.

2.        Seit wann gibt es Ölfarbe?

Ölfarben sind schon sehr alt, sie werden seit dem vierzehnten Jahrhundert eingesetzt. Davor gab es die Eitempera. Traditionelle Ölfarbe wird heute fast noch genau wie vor 500 Jahren hergestellt.

3.        Wie lange braucht Ölfarbe um zu trocknen?

Die unterschiedlichen Trocknungszeiten der verschiedenen Farbtöne hängt mit der Reaktion des jeweiligen Pigments beim vermischen mit Öl zusammen und der Schichtdicke der aufgetragenen Ölfarbe. Ölfarben trocknen langsam durch Oxidation mit Sauerstoff aus der Luft auf.  Sie sollten während dieser Zeit das Bild möglichst hell (also nicht mit der gemalten Seite zur Wand gedreht) trocknen lassen, sie erhalten später dann schneller ihre Helligkeit zurück als Bilder die im Dunklen trockneten. Die oberen Schichten trocken schneller  als tieferliegende Schichten (bitte beachten).  Als Faustregel gilt:  8-12 Monate braucht ein Bild um wirklich durchgetrocknet zu sein.

4.        Wann können Ölbilder gefirnisst werden?

Ölbilder sollten mindestens 8-10 Monate alt sein, bevor sie gefirnisst werden.  Ist die Schichtdicke sehr groß sollten Sie noch länger warten.

5.        Welche Ölfirnisse gibt es?

Firnisse für Ölfarben gibt es zum streichen oder sprühen. Sie sind in matt, seidenglänzend oder in glänzend erhältlich.  Es gibt Universalfirnisse (für Öl- und Acrylfarben) und Firnisse nur für Ölfarben z.B. Dammarfirnis. Alle Firmen die Künstlerfarbe herstellen, produzieren auch passende Firnisse. Unterschiede sind z.B. die verwendeten Harze (also die Stoffe die fest werden und nach Verdunstung als Film auf dem Bild liegen) und im Lösemittel, schneller – oder langsamer trocknend.

6.        Warum gibt es so große Preisunterschiede bei den Ölfarben?

Wie bei allen Künstlerfarben wird der  Preis  von den verwendeten Pigmenten und dem Öl bestimmt. Auch der Arbeitsaufwand ist sehr unterschiedlich.  Die feinen Qualitäten  werden feiner, d.h. öfter angerieben, ruhen länger.  Studienqualitäten durchlaufen nur die nötigen Walzendurchgänge, die Ruhezeiten sind kürzer, es werden keine teuren Pigmente verwendet, Füllstoffe werden eingesetzt.

 

 

 

7.        Womit verdünne ich Ölfarbe?

Ölfarben können mit Lösemittel verdünnt werden, Balsamterpentinöl oder  andere im Handel angebotene Lösemittel wie z.B. das geruchlose Shellsol T. Am besten sind Malmittel, sie magern die Farbe nicht so stark wie reines Lösemittel. Für die unterschiedlichen  Bedürfnisse gibt es schnelltrocknende, langsam trocknende  und trocknungsneutrale Malmittel. Das bedeutet man kann die natürliche Zeit die die Ölfarbe zum trocknen braucht verändern.  Langsame Trocknung liegt in der Natur der Ölfarbe und ist für diese sicher am besten. Die meisten Verwender bevorzugen aber schnelltrocknende Malmittel. Sie können sich Malmittel selbst herstellen.  Siehe Rezept- Seite.

 

 

 

8.        Gibt es Ölfarben die mit Wasser verdünnt werden können?

 

 

 

Ja, die gibt es sogar schon lange. Seit einigen Jahren bieten aber immer mehr Firmen diese Variante an und durch diese Vielfalt wird die wasserverdünnbare Ölfarbe  immer bekannter und beliebter.

 

 

 

9.        Wie funktioniert wasserverdünnbare Ölfarbe?

In groben Zügen erklärt: Die wasserverdünnbare Ölfarbe ist eigentlich normale Ölfarbe nur das Öl wurde modifiziert, d.h. die Ölmoleküle wurden aufgebrochen so das man leicht oder leichter (das unterscheidet manche Marken untereinander) Wasser oder Malmittel für wasserverdünnbare Ölfarbe, unterrühren kann. Man braucht also keine Lösungsmittel zum malen, besonders wichtig für Allergiker oder Personen die zu Hause arbeiten und Kinder im Haushalt haben. Diese behandelten ölfarben könne auch mit normalen Ölfarben vermischt werden, sie sind dann nur nicht mehr wasserverdünnbar.  Gefirnisst werden wasserverdünnbare Ölfarben mit ganz normalen Ölfarben Firnissen.